Die Pendlerpauschale steht allen österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, deren Weg vom Wohnsitz bis zur Arbeitsstätte einige spezifische Kriterien erfüllt. Neben der Wegstrecke zählt hierzu unter anderem auch die Unzumutbarkeit diese mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückzulegen.

In Österreich haben Arbeitnehmer schon seit vielen Jahren den Anspruch auf eine Pendlerpauschale. Dabei wird unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien zwischen der „kleinen Pendlerpauschale“ und der „großen Pendlerpauschale“ unterschieden. Diese Bestimmungen gelten übrigens auch für die sogenannten Grenzgänger, die ihre Tätigkeit in den Nachbarländern Deutschland, Italien und Liechtenstein ausüben.

Pendlerrechner
Anzahl der Kilometer
Öffentliche Verkehrsmittel zumutbar?

So berechnen Sie Ihren Anspruch und die Höhe der Pendlerpauschale in Österreich mit dem Pendlerrechner:

  1. Geben Sie die Anzahl der Kilometer Ihres täglichen Arbeitswegs ein (Distanz Zuhause - Arbeitsplatz).
  2. Geben Sie an, ob öffentliche Verkehrsmittel für den Arbeitsweg zumutbar sind.
  3. Klicken Sie auf "Berechnen"!

Pendlerrechner

Die Pendlerpauschale steht allen österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, deren Weg vom Wohnsitz bis zur Arbeitsstätte einige spezifische Kriterien erfüllt. Neben der Wegstrecke zählt hierzu unter anderem auch die Unzumutbarkeit diese mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückzulegen.

Dabei gilt grundsätzlich: Die Arbeitnehmer sollten den Weg zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte an mindestens 11 Tagen eines Monats zurückgelegt haben. Denn nur dann kann der vollwertige Bezug der Pendlerpauschale in Anspruch genommen werden.

Pendler können in Österreich ihre Pauschale auch beim Finanzamt beantragen und sich das Geld beim Steuerausgleich zurück holen.

Die jeweils unterschiedlichen Stufen beinhalten monatliche und jährliche Beiträge zur Berechnung.

  • Bei mindestens 20 km bis 40 km – 058 € pro Monat – Jahresbeitrag: …696 €.
  • Bei mehr als 40 km bis 60 km – 113 € pro Monat – Jahresbeitrag: 1.356 €.
  • Bei mehr als 60 km – 168 € pro Monat – Jahresbeitrag: 2.016 €.
Entfernung Betrag pro Monat Jahresbetrag
bei mind. 20 km bis 40 km 58,00 Euro 696,00 Euro
bei mehr als 40 km bis 60 km 113,00 Euro 1.356,00 Euro
bei mehr als 60 km 168,00 Euro 2.016,00 Euro

Die große Pendlerpauschale steht ausschließlich den Arbeitnehmern zu, für die eine Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln eine Unzumutbarkeit darstellt. Auch hier liegen im Rahmen der Berechnung monatliche und jährliche Beiträge zugrunde.

  • Bei mindestens 2 km bis 20 km – 31 € pro Monat – 372,00 € Jahresbeitrag.
  • Bei mehr als 20 km bis 40 km – 123 € pro Monat – 1.476,00 € Jahresbeitrag.
  • Bei mehr als 40 km bis 60 km – 214 € pro Monat – 2.568,00 € Jahresbeitrag.
  • Bei mehr als 60 km – 306 € pro Monat – 3.672,00 € Jahresbeitrag.
Entfernung Betrag pro Monat Jahresbetrag
bei mind. 2 km bis 20 km 31,00 Euro 372,00 Euro
bei mehr als 20 km bis 40 km 123,00 Euro 1.476,00 Euro
bei mehr als 40 km bis 60 km 214,00 Euro 2.568,00 Euro
bei mehr als 60 km 306,00 Euro 3.672,00 Euro
Pendler in Österreich mit Pendlerpauschale
Pendler – Quelle: bigstock.at, ID: 108297272

Nutzen Sie jetzt den Pendlerrechner online: So berechnen Sie Ihre Pendlerpauschale und Ihren Pendlereuro!

Sie können zur Berechnung der Pendlerpauschale auch den Pendlerrechner des Finanzamtes / Finanzministeriums nutzen: bmf.gv.at

Auch Grenzgänger können die Pendlerpauschale in Anspruch nehmen

Auch die sogenannten Grenzgänger – die in Deutschland, Italien oder Liechtenstein arbeiten – haben einen Anspruch auf die Pendlerpauschale. Hierbei ist lediglich maßgebend, dass sich sowohl der Hauptwohnsitz als auch die Arbeitsstätte in Grenznähe befinden. Als Beispiel zur Grenznähe gilt hierbei: In Deutschland wird eine Entfernung von 30 km Luftlinie bis zur österreichischen Grenze als grenznah bezeichnet.

Darüber hinaus wird als grenznah bezeichnet, wenn der Arbeitsort unter bestimmten Voraussetzungen täglich angefahren werden kann.

Für die in Deutschland und Italien beschäftigten österreichischen Arbeitnehmer liegt hierbei ausschließlich das österreichische Besteuerungsrecht zugrunde. Dagegen steht dem Fürstentum Liechtenstein eigentlich ein gesetzlich verankertes Quellenbesteuerungsrecht zu.

Dieses wird in Österreich allerdings im Rahmen einer Anrechnung der einbehaltenen Quellensteuer verhindert. In diesem Sinne werden die österreichischen Staatsbürger, die bei einem Arbeitgeber in Liechtenstein beschäftigt sind, hervorragend vor einer etwaigen Doppelbesteuerung geschützt.

Der Pendlereuro wird berechnet indem man die Anzahl der zu fahrenden Kilometer zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte mit dem Faktor 2 multipliziert. Beispiel: Ein Arbeitnehmer legt auf dem Weg ins Büro 32 Kilometer zurück. Damit beträgt der Pendlereuro 64 €.

Dieser wird jährlich bemessen und danach direkt von der zu zahlenden Steuer abgezogen.

Den Antrag für die Pendlerpauschale kann die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer auf direktem Wege beim Arbeitgeber beantragen. Alternativ hierzu besteht auch die Möglichkeit, den Anspruch im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung geltend zu machen. Weitere Auskünfte rund um die Pendlerpauschale können sicherlich bei dem jeweiligen Arbeitgeber vor Ort eingeholt werden. Man kann die Pauschale auch beim Lohnsteuerausgleich (Arbeitnehmerveranlagung) selbst beim Finanzamt beantragen.

Wer die kleine oder große Pendlerpauschale erhält profitiert grundsätzlich durch die Verminderung der maßgebenden Lohnsteuerbemessungsgrundlage. Aus diesem Grund ist dann auch eine Neuberechnung der Lohnsteuer notwendig, bei der die Steuerersparnis des entsprechenden Grenzsteuersatzes zugrunde gelegt wird.

Mit dem Beginn des Jahres 2016 trat in Österreich eine Steuerreform in Kraft. Aus diesem Grund erhalten Arbeitnehmer, die einen Antrag für die Pendlerpauschale stellten, eine erheblich größere Steuergutschrift. Die damt verbundene Erhöhung kann bis zu 500 € im Jahr betragen. Im Rahmen der Steuerreform werden allerdings nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in steuerpflichtigen Arbeitsverhältnissen berücksichtigt.

Der maximal zu berechnende Erstattungsbeitrag aus dem Vorjahr (oder den Vorjahren) wird dabei von 400,00 € auf 450,00 € angehoben. Zudem wird der durch die Pendleerpauschale ersparte Betrag bei den SV-Beträgen des Pendlers vermerkt. Österreichische Kleinverdiener können von der Pendlerpauschale nicht profitieren.

Die Pendlerpauschale wurde in Österreich bereits im Jahr 1970 eingeführt und im Lauf der Jahre mehrfach reformiert. In den Anfangsjahren profitierten überwiegend Bauarbeiter aus der Steiermark und dem Burgenland von den per Gesetz erlassenen Vergünstigungen. Allerdings zeichnen sich in jüngster Zeit einige bemerkenswerte Veränderungen ab.

Nachdem die Pauschale in früheren Jahren größtenteils nur von finanziell benachteiligten Arbeitnehmern genutzt wurde, profitieren in der heutigen Zeit auch immer mehr Arbeitnehmer aus der Mittelschicht von dieser Vergünstigung. Diese Wandlung wurde bereits im Jahr 2013 im Rahmen einer Statistik deutlich sichtbar. Denn aus ihr ging hervor, dass bis dahin mehr als 2,1 Millionen österreichische Arbeitnehmer die zur Steuervergünstigung beitragende Pendlerpauschale in Anspruch nehmen. Aufgrund dieser Bemessung lässt sich hierbei durchaus eine tendenzielle Steigerung erahnen.

Berechnen Sie jetzt mit dem Pendlerrechner die Höhe Ihrer Pendlerpauschale in Österreich!

Mehr lesen

Pendlerpauschale & Pendlereuro in Österreich - Pendlerrechner 2018;

Der Anspruch und die Höhe der Pendlerpauschale in Österreich richten sich nach der Distanz zwischen Ihrem Zuhause und Ihrem Arbeitsplatz. Die Anzahl der zurückzulegenden Kilometer ist hier entscheidend.

Zudem ist die Zumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel für den Arbeitsweg wichtig. Diese muss ebenso im Pendlerrechner berücksichtigt werden.

In Österreich wird zwischen der kleinen und der großen Pendlerpauschale unterschieden:

Kleine Pendlerpauschale

  • mind. 20 km bis 40 km: 58,00 Euro monatl. (696,00 Euro pro Jahr)
  • mehr als 40 km bis 60 km: 113,00 Euro monatl. (1.356,00 Euro pro Jahr)
  • mehr als 60 km: 168,00 Euro monatl. (2.016,00 Euro ro Jahr)

Die kleine Pendlerpauschale ist für Arbeitnehmer gedacht, deren Wegstrecke vom Wohnort zum Arbeitsplatze mindestens 20 Kilometer beträgt und die Benützung eines Massenbeförderungsmittel möglich und zumutbar ist. Es beträgt derzeit für Entfernungen von 20 Kilometer bis 40 Kilometer jährlich 696 Euro (58 Euro monatlich), für Entfernungen von mehr als 40 Kilometer bis 60 Kilomater jährlich 1.356 Euro (113 Euro monatlich) und für Entfernungen von mehr als 60 Kilometer jährlich 2.016 (168 Euro monatlich).

Große Pendlerpauschale

  • mind. 2 km bis 20 km: 31,00 Euro monatl. (372,00 Euro pro Jahr)
  • mehr als 20 km bis 40 km: 123,00 Euro monatl. (1.476,00 Euro pro Jahr)
  • mehr als 40 km bis 60 km: 214,00 Euro monatl. (2.568,00 Euro pro Jahr)
  • mehr als 60 km: 306,00 Euro monatl. (3.672,00 Euro pro Jahr)

Die große Pendlerpauschale gilt für Steuerpflichtige, denen die Benützung eines Massenbeförderungsmittels zwischen Wohnort und Arbeitsstätte zumindest hinsichtlich der halben Distanz nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Im Gegensatz zum kleinen Pendlerpauschale kommt es bereits ab einer Distanz von zwei Kilometer zur Anwendung. So beträgt es für Entfernungen von zwei Kilometer bis 20 Kilometer jährlich 372 Euro (31 Euro monatlich), für Entfernungen von mehr als 20 Kilometer bis 40 Kilometer jährlich 1.476 Euro (123 Euro monatlich), für Entfernungen von mehr als 40 Kilometer bis 60 Kilometer jährlich 2.568 Euro (214 Euro monatlich) und für Entfernungen von mehr als 60 Kilometer jährlich 3.672 Euro (306 Euro monatlich).

Das sollten Sie über die Pendlerpauschale wissen!

Das Pendlerpauschale dient der finanziellen Unterstützung all jener Arbeitnehmer, die eine weite Anreise von ihrem Wohnort zu ihrem Arbeitsplatz haben. Es unterliegt dabei gewissen Anspruchsvoraussetzungen und seine Höhe hängt von der tatsächlichen Entfernung ab. Das Pendlerpauschale ist im österreichischen Einkommensteuergesetz geregelt und ergänzt den Pendlereuro sowie den Verkehrsabsetzbetrag.

Grundsätzlicher Anspruch auf die Pendlerpauschale

Grundsätzlich hat jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer in Österreich einen Anspruch auf die Pendlerpauschale, wenn die Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsplatz ausreichend groß ist. Als Wohnort gilt dabei jener Ort, an dem der Steuerpflichtige gemeldet ist.

Bei Vorliegen mehrerer Wohnorte ist der Familienwohnsitz für die Berechnung der Pendlerpauschales ausschlaggebend. Gemäß Pendlerverordnung ist ein Familienwohnsitz definiert als jener Ort, an dem der Steuerpflichtige seine engsten Beziehungen bzw. einen eigenen Hausstand hat. Bei der Berechnung der Wegstrecke wird die kürzest mögliche Zeitdauer unter Verwendung eines Massenbeförderungsmittels (außer Schiffe und Luftfahrzeuge), eines privaten PKWs oder von Gehwegen zurückgegriffen.

Wird dem Arbeitnehmer ein Dienstfahrzeug für die Zurücklegung der Wegstrecke vom Wohnort zur Arbeitsstätte zur Verfügung gestellt, so besteht kein Anspruch auf die Pendlerpauschale. Im Falle von Feiertagen, Krankenstände oder Urlauben ist es sehr wohl zu berücksichtigen. Bei einem ganzjährigen Krankstand oder einer Karenz ist der Arbeitnehmer ebenfalls nicht anspruchsberechtigt.

Wie funktioniert die Berechnung?

Das Pendlerpauschale ist ein im Einkommensteuergesetz fix festgelegter Betrag, der die Lohnsteuerbemessungsgrundlage verringert. Dies bedeutet, dass sich die Pendlerpauschale als eine Reduktion der Lohnsteuer auswirkt. Die exakte Ersparnis ist von Steuerpflichtigen zu Steuerpflichtigen verschieden und hängt vom jeweiligen Grenzsteuersatz ab. Die Berücksichtigung der Pendlerpauschales kann entweder nach einem Antrag direkt beim Arbeitgeber während der Lohnverrechnung erfolgen oder im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung durchgeführt werden.

Öffentliche Verkehrsmittel unzumutbar

Die Benützung eines Massenbeförderungsmittels ist immer dann unzumutbar, wenn zwischen Wohnort und Arbeitsstätte generell kein Massenbeförderungsmittel oder zumindest nicht in der erforderlichen Zeit zur Verfügung steht. Darüber hinaus kann auch eine dauernde Gesundheitsschädigung, Blindheit bzw. eine Behinderung ein Ausschlussgrund sein. Sollten diese Voraussetzungen nicht vorliegen, wird auf die Zeitdauer des Anfahrtsweges zurückgegriffen.

Bei einer Zeitdauer von unter 60 Minuten ist die Benützung des Massenbeförderungsmittels stets zumutbar, bei einer Zeitdauer von über 120 Minuten ist sie stets unzumutbar. Bei einer Zeitdauer von 60 Minuten bis 120 Minuten wird auf die entfernungsabhängige Höchstdauer abgestellt. Diese errechnet sich aus 60 Minuten plus eine Minute je Kilometer, maximal jedoch 120 Minuten. Liegt die kürzest mögliche Zeitdauer über der entfernungsabhängigen Höchstdauer, so ist die Benützung eines Massenbeförderungsmittels unzumutbar.

Verringerung für Pendler

Voraussetzung für den vollen Anspruch auf eines der beiden Pendlerpauschales ist, dass die Wegstrecke zwischen Wohnort und Arbeitsplatz an zumindest elf Tagen im Kalendermonat zurückgelegt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, gilt Folgendes:

  • Wird die Entfernung an mindestens acht und höchstens zehn Tagen im Kalendermonat zurückgelegt, hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf zwei Drittel des jeweiligen Pendlerpauschales.
  • Wird die Entfernung an mindestens vier und höchstens sieben Tagen im Kalendermonat zurückgelegt, hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein Drittel des jeweiligen Pendlerpauschales.

Berechnen Sie jetzt Ihrer Pendlerpauschale online!